Wer will kann schon lange wissen, was Politiker über das „dumme“ Volk denken was sie auch noch wählt!

Wer will kann schon lange wissen, was Politiker über das „dumme“ Volk denken was sie auch noch wählt!
13 Sep 2013

vn N. von Gibelli –

Quelle: facebook-titelbild.de

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Berlin – Vielleicht ist das ein bisschen viel „Klartext“ so kurz vor einer Bundestagswahl. Vom Titel des Magazins der „Süddeutschen Zeitung“ grüßt an diesem Freitag hunderttausende Leser ein Peer Steinbrück, der den „Stinkefinger zeigt. In Sachen maximale Aufmerksamkeit dürfte er damit einen Volltreffer gelandet haben.

Ist das sinnvoll eine Woche vor der Wahl? SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück zeigt auf einem Foto den „Stinkefinger“. Darin kulminiert letztlich eine Frage: Wie viel Direktheit und Ironie verträgt dieser Wahlkampf?

Die Frage, die alle beschäftigt: Darf ein Kanzlerkandidat das? FOCUS-Online-Korrespondentin Martina Fietz etwa kommt in einem Kommentar zu einem gespaltenen Urteil: “Insofern, lieber Herr Steinbrück, zeugt diese Geste von Spontaneität, von Klugheit leider nicht”. Steinbrück dürfe sich solche Ausfälle nicht leisten, ist FAZ-Redakteur Lorenz Hemicker überzeugt. “Wer als Politiker den Mittelfinger hebt, mag ein paar Wählerstimmen gewinnen und Deutschlands „King of Kotelett“ werden. Wer aber dieses Land führen will, muss darauf verzichten. Die Welt erwartet von einem deutschen Kanzlerkandidaten mehr Anstand als von einem schlecht gelaunten Imbissbudenbesitzer”, schreibt Hemicker.

Sein Kollege Oliver Georgi argumentiert für den Kanzlerkandidaten. Politiker müssten ironisch sein und empören dürfen, unangepasst sein “und mitunter rebellisch”. Ein Kanzlerkandidat müsse daher herausfordern. “Das hat Steinbrück geschafft. Als er vor ein paar Wochen neben seiner Frau auf einem Podium saß und diese öffentlich die Frage stellte, warum ihr Peer sich das eigentlich antut, kamen Steinbrück noch die Tränen. Da hatte man Mitleid mit ihm. Mit dem hochgereckten Mittelfinger zeigt er nun: Ich habe kein Mitleid mehr nötig”, ist der FAZ-Mann überzeugt.

Klar ist, dass das Stinkefinger-Foto nicht zufällig seinen Weg ins SZ-Magazin gefunden hat. Peer Steinbrück hatte es gegenüber seinem Pressesprecher Rolf Kleine ausdrücklich mit den Worten “Nein, das ist okay so” durchgewunken. Rolf Kleine als ehemaliger BILD-Redakteur hatte wohl geahnt, was der Veröffentlichung folgen würde und deswegen angeraten, das Bild nicht freizugeben. Die SPD hat in der Zwischenzeit aus der Not eine Tugend gemacht.

Sowohl die Parteispitze als auch Steinbrück selbst verteidigte das Foto mit Effenberg-Pose. Und die SPD machte kurzerhand ein Plakat für den Online-Wahlkampf daraus.

Geschmacklos?  Freie Fahrt für die Wahl Herr Steinbrück…….

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Comments

  1. Deutschland braucht keine Weichspülerin sondern endlich einen Mann, der auch mal sagt und zeigt was Sache ist.

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