Thomas Tittel wurde nur 37Jahre alt!

Thomas Tittel wurde nur 37Jahre alt!
08 Sep 2013

von N. von Gibelli –

Wolfgangsee – Der Leipziger Triathlet Thomas Tittel ist bei einem Wettberwerb in Österreich zusammengebrochen und danach im Krankenhaus verstorben. Nach Informationen von Grateka erlitt der 37-Jährige während des Triathlons am Wolfgangsee möglicherweise einen Asthmaanfall, der zu dem Zusammenbruch führte.

Thomas Tittel beim Moritzburger Schlosstriathlon 2008 Quelle: Facebook

Thomas Tittel beim Moritzburger Schlosstriathlon 2008 Quelle: Facebook

Tittel, der einen Fahrradladen in der Mozartstraße im Musikviertel betrieb, hatte sich seit vergangener Woche auf den Wettbewerb „Wolfgangsee-Challenge“ vorbereitet. Am Donnerstag schrieb er in seinem Blog über den Radrennabschnitt noch voller Enthusiasmus: „Gesehen, getestet und für sehr schnell empfunden. Mein Fazit, für mich konnte die Strecke nicht viel besser sein.“

Laut Rennleiter Harald Prohaska ist der Leipziger Sportler während des Laufs bewusstlos zusammengebrochen. „Die Sanitäter haben ihm dann Sauerstoff gegeben und einen Arzt geholt“, berichtete Prohaska. Tittel sei danach wieder zu sich gekommen und habe auch wieder gesprochen. Der Arzt habe ihn aber zur Kontrolle in ein Krankenhaus nach Bad Ischl eingewiesen. „Während des Transports ist er offenbar kurz vor dem Spital kollabiert und dann verstorben“, sagte Prohaska.

In den vergangenen Jahren hatte der verstorbene Triathlet mehrfach vergeblich Anlauf genommen, die Ironman-Qualifikation für Hawaii zu schaffen. Teilweise löste er für dieses Vorhaben auch eine Profilizenz. Beim Ironman 2010 in Frankfurt/Main machten sich erstmals gesundheitliche Probleme bemerkbar. Thomas Tittel berichtete hinterher von einem Asthma-Anfall mit allergischer Reaktion und Hörsturz. In den Jahren danach konzentrierte sich der ehemalige Langstreckenspezialist auf die Cross-Rennen, doch erst vor wenigen Wochen musste er auf dem schweren Kurs in Zittau aufgeben. Auf dem Rad habe die Lunge gebrannt. „Das Notfallset gehört unter den Sattel. Eine Lehre für mich“, schrieb er im Internet. In Österreich lag er nach 1000 Metern Schwimmen und 22 Rad-Kilometern etwa auf Rang zehn seiner Altersklasse. Ob er das Asthma-Spray auch auf der 6 Kilometer langen Laufstrecke dabei hatte, ist nicht bekannt.

Triathlon-Kollege Bastian Dobrowald erfuhr bei der Siegerehrung vom Schicksal seines Freundes. Der Leipziger war drei Stunden nach dem 38-Jährigen, in einer anderen Altersklasse, gestartet. Vor der Auszeichnung der Gewinner teilten die Veranstalter den Tod des Leipziger Athleten mit. „Wir haben erst nach dem Wettkampf die Information erhalten, dass er nicht mehr lebt“, so Veranstaltungschef Prohaska. Alle Teilnehmer hätten eine Gedenkminute eingelegt.

Besonders tragisch: Frau und der zwei Jahre alte Sohn des 37-Jährigen warteten am Ziel auf ihn. Dort kam er nicht mehr an.

Auf der Internetseite von Falcoon-Sports hieß es am Samstag: „Wir sind unendlich traurig, dass wir unseren Freund Thomas Tittel heute verloren haben. Unsere Gedanken begleiten die Familie in dieser schweren Zeit. Wir werden Dich sehr vermissen.“ Wir schließe uns dem an!

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