Pest und Tuberkulose: Medien blenden weite Teile des Flüchtlingschaos aus!

Flüchtlingsnotquartier - Salzburg  (Quelle: Grateka.de)
20 Sep 2015

Traunstein – Freilassing im oberbayerischen Landkreis Berchtesgadener Land, etwa 16 000 Einwohner, ist eine ruhige Stadt, in der fast jeder jeden kennt. Und Freilassing ist eine Stadt, in der seit dem Sonntagabend vieles anders ist. Seitdem die Bundesrepublik Deutschland vorübergehend Grenzkontrollen eingeführt hat, sind etwa 7000 Flüchtlinge hier angekommen – Tendenz steigend.

Sie werden aus den Zügen geholt, die aus Österreich kommen. Stehen auf Gleis eins. Und warten auf Sonderzüge, die sie nach Hannover, Frankfurt/Main oder Berlin bringen.

Die österreichische Polizei hat Flüchtlingen die Einreise aus dem südlichen Nachbarland Slowenien verweigert. Wie ein Polizeisprecher im Bundesland Steiermark mitteilte, wurde etwa 100 Menschen in der Nacht die Einreise am Grenzübergang Spielfeld verweigert. Sie hatten demnach weder Asylersuchen vorgebracht noch Reisedokumente vorgewiesen. Die Polizei werde die Einwanderungsgesetze anwenden, solange der Andrang an Flüchtlingen bewältigbar sei, sagte der Sprecher.

Dennoch gelang es einer Gruppe von etwa 100 Migranten den Grenzübergang Spielfeld zu überqueren. „Sie sind so massiv aufgetreten, dass wir sie nicht zurückhalten konnten“, sagte ein Polizeisprecher.

Mehrere Hundert weitere Menschen näheren sich zudem der Grenze. Es wird erwartet, dass auch diese versuchen, nach Österreich einzureisen. Schon am Samstag war eine Gruppe von etwa 350 Menschen am Grenzübergang Bad Radkersburg an der Polizei vorbei über die Grenze gestürmt.

Österreichs Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) hatte gewarnt, dass über Slowenien und Kroatien eingereiste Flüchtlinge, die sich in Österreich um Asyl bemühen, in diese Balkanländer zurückgeschickt würden, wenn sie dort zuvor keinen Asylantrag gestellt hatten.

Die Grenze zu Ungarn hingegen ist weiter offen. Ungarn gehört auch zum Schengen-Raum. Nach Angaben des Roten Kreuzes kamen die meisten der etwa 13.000 Flüchtlinge, die am Wochenende nach Österreich einreisten, über diese Route. Heute Morgen befanden sich nach Polizeiangaben 7000 Menschen am österreichisch-ungarischen Grenzübergang Nickelsdorf.

Während die Hilfsbereitschaft für die Flüchtlinge grenzenlos ist, wurde am Freitag ein Asylwerber aus der Zeltstadt bei der Polizeidirektion (Salzburg) ins Landeskrankenhaus gebracht. Der 33-jährige Mann hat Lepra. „Die Krankheit ist aber nicht ausgebrochen, er ist nicht ansteckend“, sagen die Ärzte. Lepra ist eine ansteckende, chronische Krankheit, die durch ein Bakterium namens Mycobacterium leprae ausgelöst wird. Eine Übertragung ist aber nur bei längerem Kontakt mit einem Infizierten möglich. Die Inkubationseit beträgt einige Monate, oft Jahre – so lange dauert es, bis die Krankheit ausbricht. In Spanien gibt es ein abgelegenes Dorf, in dem 60 Lepra- Opfer leben – das letzte solche Sanatorium in Europa. Lepra galt in Europa bereits fast als ausgerottet, eine Krankheit aus dem gefühlten Mittelalter.

Was vielen Bürgern und Bürgerinnen aber verschwiegen wird, ist dass im Landeskrankenhaus Salzburg als auch in der Uniklinik München derzeit akute „Offene Tuberkulosefälle“ behandelt werden. Das ist gerade bei den Helfern, die in Kontakt kommen wenn Sie Hilfe leisten, ein hohes Gesundheitsrisiko. Selbst Polizei oder das Österrische Heer sind betrofen.

Doch offenbar wird eine offene Berichterstattung darüber zurückgehalten. Im öffentlich-rechtlichen Fernsehen (ARD/ZDF) nehmen die Fußball-Bundesliga oder Wahlen in Griechenland mehr Raum ein als das Chaos an der deutsch-österreichischen Grenze. Boulevard-Medien wie „Stern“ oder „Bild am Sonntag“ machten zuletzt mit Wohlfühlablenkung Schlagzeilen (Titel der BamS vom 20.09.15: „So schön ist unsere Heimat“). Die Bundesregierung, die auch der namhafte CDU-Politiker Wolfgang Bosbach unter enormem Zugzwang sieht, hat womöglich nicht die Lage, aber das Medienbild (noch) im Griff.

Ein Problem, was eigentlich nicht zur Aussprache kommt, ist die „permanente Meinungsmache antideutscher Fantasten, die einem Weltbild nachlaufen, das offenkundig nicht funktioniert und falsch ist“, sagt ein Beobachter des Geschehens am Bahnhof in Freilassing.

Und weiter: „Da ist es ein Witz, dass geistig umnachtete C-Promis ihre Stellung in unserer Mediendemokratie ausnutzen und meinen, sich zu politischen Fragen äußern zu müssen, von denen sie ganz offensichtlich keinen Schimmer haben.“

Es sei kein Ausweis für Zivilcourage, sondern erbärmlich, wenn solche Prominente auf dem Rücken von Flüchtlingen und wider die berechtigten Sorgen der Bürger versuchen, ihre Bekanntheit zu steigern, indem sie alle zwei Tage öffentlichkeitswirksam auf die Tränendrüse drücken. Das sei unverantwortlich und dumm.

Offenbar ist für viele Bürger am Verdacht der „Lügenpresse“ was dran!

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