Das „grüne Abitur“: Immer mehr Frauen machen einen Jagdschein

Jäger von den Färöer-Inseln, der Schneehasen trägt. Foto: Erik Christensen, Porkeri
14 Feb 2013
Jäger von den Färöer-Inseln, der Schneehasen trägt. Foto: Erik Christensen, Porkeri

Jäger von den Färöer-Inseln, der Schneehasen trägt. Foto: Erik Christensen, Porkeri

Bonn – In den vergangenen zwanzig Jahren ist die Zahl der Jäger in Deutschland kontinuierlich gestiegen. Auch Frauen entscheiden sich immer häufiger für das „grüne Abitur“, informiert der Deutsche Jagdschutzverband (DJV). In der Jagdsaison 2011/2012 haben über 357.000 Deutsche ihren Jagdschein gelöst. Damit stieg die Zahl der Jagdscheininhaber um 5.282 oder 1,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. In 120 bis 180 Pflichtstunden werden Themen wie Biologie, Jagdrecht, Wildbrethygiene, Schießwesen, Natur- und Artenschutz durchgenommen und am Ende eine staatliche Prüfung abgelegt.

Der DJV hat bundesweit rund 1.500 Teilnehmer der Vorbereitungskurse zur Jagdscheinprüfung befragt. Demnach ist der typische Jungjäger 35 Jahre alt. Rund zwanzig Prozent der Anwärter für das „grüne Abitur“ sind Frauen. Mehr als siebzig Prozent leben in ländlichen Gebieten, wobei angehende Jägerinnen häufiger aus der Stadt kommen.

In den Kursen treffen sich alle Generationen – vom Schüler bis zum Rentner und nahezu alle Berufsgruppen. Der Anteil der Dienstleistungsberufe (Erzieher, Lehrer, Friseure) ist mit 25 Prozent am höchsten. Schüler und Studenten (17 Prozent), Techniker, Anlagen- und Maschinenbauer (16 Prozent) und Handwerker (13 Prozent) sind ebenfalls stark vertreten.

Die Gründe für die Ablegung der Jagdprüfung sind vielfältig: Über 85 Prozent der Befragten geben an, dass sie gerne in der Natur sind. Angewandter Naturschutz und die Freude an der Jagd liegen mit 74 beziehungsweise 73 Prozent auf dem zweiten und dritten Platz. Während Frauen häufig über ihren Hund zur Jagd kommen (62 Prozent), steht bei Männern der Appetit auf Wild im Vordergrund (57 Prozent).

Autorin: Heike Kreutz, www.aid.de

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