Bietet die Brenneisen Capital ehemaligen Infinus-Vermittler ein neues zu Hause?

Bietet die Brenneisen Capital ehemaligen Infinus-Vermittler ein neues zu Hause?
22 Jan 2014

von N. von Gibelli –

München – Die BRENNEISEN CAPITAL AG hat ihren Ursprung im Jahr 1972 und zählt zu renommiertesten Spezialvertrieben von Fonds für Sachwert-Investmentvermögen. Bei allen Entscheidungen steht immer der Dienstleistungsgedanke für Vertriebspartnerunternehmen wie unabhängige Finanzvertriebe, Vermögensverwalter und Banken im Vordergrund. Der Markt für Fondsbeteiligungen erfordert mit bislang über 500 Initiatoren und weit über 10.000 Einzelemissionen ein großes Detailwissen und eine langjährige Erfahrung. Das Unternehmen spürt natürlich die Krise am Beteiligungsmarkt. Darum gibt es über die Plattform künftig auch Investmentfonds und Versicherungen. Dazu kommen die Probleme des neuen – und nun insolventen – Eigners Infinus.

Logo der INFINUS AG (Quelle: www.infinius.de)

Logo der INFINUS AG (Quelle: www.infinius.de)

Dafür kooperiert der Wieslocher Finanzdienstleister mit dem Maklerpool Fondskonzept aus München.

Im Skandal um die Infinus / Future Business Gruppe ermittelt die Dresdner Staatsanwaltschaft laut einem Bericht der “Sächsischen Zeitung” nicht nur gegen sechs inhaftierte Manager und Aufsichtsräte der INFINUS AG , sondern auch gegen zwei Goldhändler aus Salzburg.

Laut der Zeitung läuft auch hier in der Alpenrepublik ein Verfahren gegen die INFINUS-Gruppe sowie einen österreichischen Versicherer. Die Ermittler verdächtigen mehr als 20 Vermittlern der INFINUS der Geldwäsche. Sie sollen über Policen des Versicherers das Geld gewaschen haben.

Aufgrund des Verdachts von Falschangaben in Anlageprospekten sowie des Aufbaus eines Schneeballsystems hatten Fahnder im November 2013 Büros der INFINUS in Dresden und anderen Städten durchsucht. Mittlerweile wird laut Sächsischer Zeitung auch gegen den Wirtschaftsprüfer und den Steuerberater der INFINUS ermittelt.

Die INFINUS AG hatte die Vorwürfe noch im November massiv zurückgewiesen. Aufgrund der Verdachts- und Wirtschaftslage hatte ein überwiegender Teil der Firmen in der INFINUS-Gruppe Insolvenz angemeldet, darunter die “Infinus AG Ihr Kompetenzpartner”, die “Future Business KG auf Aktien” (Fubus) sowie die “Prosavus AG”.

Der Gesamtschaden im Fall der INFINUS AG hängt laut Oberstaatsanwalt Lorenz Haase von der Höhe des sichergestellten Vermögens ab. Es sei offen, wie lange die Ermittlungen noch andauern würden, so Haase zur Sächsischen Zeitung. Er vermutet allerdings, dass etwa 25.000 Anleger um etwa 400 Millionen Euro betrogen worden sein könnten.

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