Die AfD hat wohl noch nichts von der Monopoly-Affäre im Saarland gehört?

Die AfD hat wohl noch nichts von der Monopoly-Affäre im Saarland gehört?
01 Okt 2013

von N. von Gibelli –

Saarbrücken – Die Eurokritische Alternative für Deutschland (AfD) hat einen Aufnahmestopp für ehemalige Mitglieder der rechtsgerichteten Partei Die Freiheit verhängt. „Die Regel ist jetzt, dass nicht aufgenommen wird“, erklärte AfD-Bundessprecher Bernd Lucke. Dies gelte auch für Überläufer anderer, nicht konkret genannter Kleinparteien – „mit Ausnahme der FDP.

 René Stadtkewitz - die Freiheit (Quelle: Die Freiheit.de)

René Stadtkewitz – die Freiheit (Quelle: Die Freiheit.de)

Lediglich in bestimmten Fällen, etwa wenn eine Mitgliedschaft schon länger zurückliege, sei eine Aufnahme noch möglich. Diesem Schritt müsse aber ein protokolliertes Einzelgespräch vorausgehen, außerdem sei die Zustimmung des Landesvorstands nötig.

Lucke verwies auf den Beschluss des Bundesvorstands der Partei, dem zufolge die Mitgliedschaft in der AfD unvereinbar mit ausländerfeindlichen, rassistischen, antisemitischen, islamfeindlichen, rechtsextremen und linksextremen Gesinnungen sei. Wenn die Betreffenden „eine islamophobe und latent fremdenfeindliche Einstellung haben, haben sie bei uns nichts verloren“, sagte Lucke.

Hingegegen der Aussage der rechtspopulistische Partei „Die Freiheit“ um das frühere CDU-Mitglied René Stadtkewitz will diese ihre Ambitionen sowohl auf bundes- als auch auf landespolitischer Ebene einstellen. Dieser Schritt erfolgt zugunsten der AfD. Das habe der Bundesvorstand auf einer Telefonkonferenz beschlossen, bestätigte Vizechef Michael Stürzenberger gegenüber Grateka.

„Die Freiheit“ hatte sich vor einiger Zeit gespalten und die meisten Mitglieder, die mit den islamophoben Tendenzen nicht übereinstimmten, verließen die Partei. Lediglich in gut begründeten Ausnahmesituationen, etwa wenn die Mitgliedschaft schon längere Zeit zurückliege, soll eine Aufnahme künftig noch möglich sein. Dafür sei aber stets ein protokolliertes Einzelgespräch und die Zustimmung des jeweiligen Landesvorstandes erforderlich.

Wir werden nicht alle über einen Kamm scheren, aber die Nachweispflicht für eine untadelige politische Einstellung liegt eindeutig bei denen, die sich um Aufnahme in die AfD bewerben, sagt Lucke.

Zur Erinerung: Die AfD war bei der Bundestagswahl mit 4,7 Prozent knapp an der Fünf-Prozent-Hürde gescheitert!

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